Buchhandlung Dombrowsky

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Sa. 10. Juni 2017, 19.30 h: Eva Mattes "Die Menschheit hat den Verstand verloren" Lesung aus Astrid Lindgrens Tagebüchern

Theater Regensburg

Als Tatort Kommissarin Eva Blum hat sie am Bodensee ermittelt. Das die Schauspielerin Eva Mattes noch viele andere Facetten bietet, können Sie am 10. Juni 2017 im Theater am Bismarckplatz miterleben. Eva Mattes liest aus den Tagebüchern von Astrid Lindgren ( von 1939 – 1945 ) und wird musikalisch begleitet von Jakob Neubauer, Akkordeon, Irmgard Schleier, piano, vocal, Produktion.
Astrid Lindgrens Bücher handeln von Mut, Hoffnung, Liebe und Widerstand. Sie hat mit Geschichten  wie Pippi Langstrumpf, Mio, mein Mio, Ronja Räubertochter den Blick auf die Welt verändert und die  Kindheit der Generationen nach dem Zweiten Weltkrieg geprägt.    Jahre bevor ihre Kinderbücher entstanden, schrieb Astrid Lindgren ihre Gedanken über das dunkelste  Kapitel des 20. Jahrhunderts in ihren Tagebüchern nieder. Sie schildert ihren Alltag, dokumentiert und kommentiert Kriegsnachrichten, Zeitungsberichte, Briefe. Nachdenklich und betroffen stellt Astrid Lindgren in ihren Tagebüchern Fragen, die heute wieder von erschreckender Aktualität sind: Was tun,  wenn Fremdenfeindlichkeit und Rassismus das Denken und Handeln der Menschen bestimmen? Wie  kann jeder Einzelne von uns Stellung beziehen? Der unverwechselbare Tonfall ihrer literarischen Erzählungen deutet sich hier schon an, und wir erfahren auch von ihren Anfängen als Schriftstellerin.  
 Gleich nach Erscheinen 2015 hat Eva Mattes Astrid Lindgrens Kriegstagebücher für eine ihrer außer- gewöhnlichen Hörbucheinspielungen aufgenommen und stellt sie ab 2017 exklusiv auf Theaterbühnen vor. Die Premiere dieser Reihe wird am 10. Juni 2017 im Theater am Bismarckplatz in Regensburg sein.  
 In einer literarisch-musikalischen Zeitreise durch Europa wechseln Kapitel aus den Tagebüchern, aus- gewählte Passagen aus Pippi Langstrumpf u.a. mit Liedern in vielen europäischen Sprachen wie das  schwedische Lille Lasse oder Visa vid Midsommartid, literarische Chansons aus dem Exil, berührende jiddische Lieder aus dem Widerstand in Osteuropa, wie Hirsch Gliks Shtil die Nacht is ojsge-  shternt oder Mir lebn ejbig aus dem Wilnaer Ghetto – und nicht zuletzt Kinderlieder wie Hej Pippi  Langstrumpf und weitere aus ganz Europa. Dazu ein instrumentaler Kontrapunkt mit Akkordeon-Soli  von dem Virtuosen Jakob Neubauer (Russland/Deutschland). 
„Das Große bleibt groß nicht und klein nicht das Kleine“, so die Hoffnung der Zeit, der die Lieder und  vor allem Astrid Lindgrens Texte Ausdruck geben.    Ein künstlerisches Plädoyer für ein gleichberechtigtes und friedliches Miteinander in einem für die Welt offenen Europa.