Buchhandlung Dombrowsky

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Öffnungszeiten

Mo-Fr: 9:30 - 18:30 Uhr
Sa: 9:30 - 18:00 Uhr

Fr. 14. Juli 2017, 19.30 h: Ulrike Kriener und Georg Weber lesen aus "Alte Liebe" von Elke Heidenreich&Bernd Schroeder

Theater am Bismarckplatz

„Wer keinen Humor hat, sollte eigentlich nicht heiraten.“
Eduard Mörike (1804 – 75)

Alte Liebe rostet nicht. Aber die Zeit ist nicht spurlos vorbeigegangen an Lore und Harry. Die leidenschaftliche Lore hat Angst, bald mit dem frisch pensionierten Harry untätig im Garten zu sitzen. Unterdessen heiratet ihre Tochter Gloria in dritter Ehe einen steinreichen Industriellen, der ihr Vater sein könnte. Wie konnte es soweit kommen?

Elke Heidenreich und Bernd Schröder haben in umwerfenden Dialogen einen klugen, wunderbar leicht dahin-fließenden Roman geschrieben. Schroff und zärtlich, kratzbürstig und versöhnlich, ungeduldig und hadernd und dann wieder schwelgend in „Weißt Du noch“-Erinnerungen (Elke Heidenreich, Bernd Schroeder: Alte Liebe (c) Carl Hanser Verlag München 2009). Die Schauspieler Ulrike Kriener und Georg Weber hauchen in ihrer szenischen Lesung Lore und Harry Leben ein. Dass die beiden seit vielen Jahren verheiratet sind, ist ein glücklicher Zufall – in jeder Hinsicht.


Ulrike Kriener
Dass sie fast vierzig Jahre Berufserfahrung und mehr als 120 Filme auf ihrem schmalen Buckel hat, sieht man ihr nun wirklich nicht an. Und dass sie dabei an Auszeichnungen so ziemlich alles abgeräumt hat, was es gibt, weiß ja eh jeder.
Dabei hat sie ganz klein angefangen, im kleinsten Stadttheater Deutschlands, in Moers. Als wäre das noch nicht klein genug, bereicherte sie danach die Kleinkunstszene in Freiburg, spielte Clownstheater in der Straßenbahn und engagierte sich grimmig mit Lesungen gegen AKWs. Es war der Welterfolg „Männer“ (1986), der sie in die erste Riege der deutschen Schauspielerinnen katapultierte. Und einmal dort ließ sie sich nicht mehr vertreiben. Den Ehrentitel „Ausnahmeschauspielerin“ erwarb sie sich durch ihre enorme Wandelbarkeit sowohl in komödiantischen wie auch in dramatischen Rollen: „Klimawechsel“, „Der Hammermörder“, „Kommissarin Lucas“ u.v.a. Dass sie auf ihrem Weg die Bodenhaftung nicht verloren hat, lernte sie wohl in ihrer Heimat, dem Ruhrgebiet, wo ja nach wie vor der fußballerische Lehrsatz gilt: Immer schön den Ball flach halten!
Etwas vom Glück, das man erfahren hat, zurückgeben. Das möchte Ulrike Kriener mit verschiedenen ehrenamtlichen Projekten. Infos auf: www.ulrikekriener.de

Georg Weber
Im Kindergarten den Wolf in den „sieben Geißlein“ gespielt. Ansonsten keine besonderen Vorkommnisse bis zum Abitur in den frühen siebziger Jahren. Danach kurzes, planloses Studium der Germanistik, Philosophie und Theologie, von dem ihn die überraschenderweise bestandene Aufnahmeprüfung am Max Reinhardt Seminar in Wien erlöste. Danach – zack – auf die Bretter, die (angeblich) die Welt bedeuten, und dann jahrelang alles rauf und runter gespielt, nämlich in Bamberg, Heidelberg, Wiesbaden, Frankfurt und endlich in München – jawoll, die Kammerspiele!
Aber irgendetwas fehlte. Und so schrieb, inszenierte und spielte er sein erstes eigenes Stück „Bitte leise zum letzten Bild“, das ein spektakulärer Erfolg wurde. Mehr als 1100 Gastspiele, der Förderpreis der Akademie der Künste in Berlin und die Erkenntnis: „Nur Schauspieler sein, das reicht mir nicht!" Also noch mal anders: Quereinstieg mit Muffensausen beim Fernsehen. Als Autor und Regisseur verantwortlich für diverse Comedy-Formate im SR. ln den letzten Jahren Drehbuchschreiber einiger sehr erfolgreicher Komödien im ZDF. Dass Ulrike Kriener in diesen Filmen gerne die Hauptrolle spielte, war sicherlich kein Zufall.

In der Reihe: Große Namen - Große Text in Kooperation mit dem Theater Regensburg