Buchhandlung Dombrowsky

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93047 Regensburg
T.: 09 41. 56 04 22
Lalena.Hoffschildt@dombrolit.de

Öffnungszeiten

Mo - Fr. 10.00 bis 18.00 Uhr
Sa 10.00 bis 18.00 Uhr

Dienstag 09. Juni 2026, 20:00 h: "Leben im Exil – Schreiben im Exil – VI. Lesung und Gespräch mit Stella Gaitano (Süd-Sudan) und Taciana Niadbaj (Belarus)"

Buchhandlung Dombrowsky
Eine Kooperationsveranstaltung im Rahmen von „Writers-in-Exile“,
ein vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien 
finanziertes Stipendienprogramm des deutschen PEN.
und dem Evangelischen Bildungswerk Regensburg

Idee, Moderation und Übersetzung: Barbara Krohn

Einlass 19:30
Beginn 20:00
Eintritt frei, Spenden willkommen/ohne Anmeldung

Leben im Exil – Verlust der Heimat – Erfahrung von Fremde.
Wie erleben Schriftstellerinnen und Schriftsteller diesen existentiellen Umbruch?
Was bedeutet das Exil für ihr Leben, Denken, Schreiben – und für ihre Zukunft?
Die südsudanesische Schriftstellerin und Menschenrechtsaktivistin Stella Gaitano, geboren 1979 in
Khartum, begann früh mit dem Schreiben. 
Zunächst publizierte sie Kurzgeschichten auf Arabisch. 
Ihr Debütroman Eddo’s Souls (2018) war das erste literarische Werk aus dem Süd-Sudan, 
das mit einem Literaturpreis ausgezeichnet wurde, dem PEN Translates Award. Renommierte internationale
Medien veröffentlichten und rezensierten ihre Texte, u.a. New York Times, BBC Arabic und Al
Jazeera. 
Soeben erschien die deutsche Übersetzung des Romans, Eddos goldenes Lächeln, bei
Kiepenheuer und Witsch
Stella Gaitanos erzählerisches Werk kreist um Fragen zu Krieg, Vertreibung und Identität.
Nach der Spaltung des Sudan vom Süd-Sudan wurde die Autorin staatenlos und verlor daraufhin ihre
Arbeit. Aufgrund ihrer politischen Haltung, ihrer Initiativen für Menschenrechte und Kultur geriet sie
ins Visier nationalistischer und tribalistischer Kreise, die sie in den sozialen Medien angriffen und die
Öffentlichkeit aufhetzten, sie zu töten. Als sie sich in Darfur engagierte, kam es erneut zu Drohungen
gegen sie und ihre Kinder, 2021 zu tätlichen Angriffen. Seit 2022 lebt Stella Gaitano im Exil in
Deutschland.
Die belarussische Autorin Taciana Niadbaj lebt und arbeitet seit 2021 im Exil. Die Schriftstellerin,
Übersetzerin und Leiterin kultureller und medialer Projekte ist Präsidentin von PEN Belarus. Sie
studierte in Minsk, Vilnius und (nach einer politisch motivierten administrativen Verhaftung im Jahr
2006) in Lublin, wo sie 2011 mit einer Arbeit zur belarussischen Literatur promovierte. 2015 kehrte
sie nach Belarus zurück und arbeitete dort zunächst für unabhängige Medien, insbesondere für Press
Club Belarus sowie den PEN Belarus. Darüber hinaus gehört sie dem Rat des Belarussischen
Menschenrechtshauses in Vilnius an und ist Gründerin des Verlags Połackija Łabirynty, der u.a.
Zekameron. Gedichte. Dialoge von Maksim Znak sowie die erste vollständige belarussische
Übersetzung von Homers Ilias und von Vergils Aeneis veröffentlichte.
Im Juli 2021 war die Autorin aus Sicherheitsgründen gezwungen, ihr Land zu verlassen. Sie verlegte
das Büro von PEN Belarus nach Warschau. Seitdem setzt die Organisation ihre Arbeit im Exil fort.
Taciana Niadbaj veröffentlichte zwei Gedichtbände, Sirenen singen Jazz (2014) und Dort, hinter der
Wand (2024). Für ihr literarisches Schaffen wurde sie mit dem Maksim-Bahdanovič-Debütpreis
(2015) sowie dem Załataja-Litara-Preis (2019) ausgezeichnet. Darüberhinaus wurde sie von der
belarussischen Menschenrechtsgemeinschaft als „Menschenrechtsverteidigerin des Jahres 2025“
geehrt.
Idee, Moderation und Übersetzung: Barbara Krohn - Schriftstellerin
Übersetzerin, Dozentin für Kreatives Schreiben, Mitglied im PEN und im VS
Eine Kooperationsveranstaltung des EBW (Evangelisches Bildungswerk Regensburg), des PEN
Deutschland und der Buchhandlung Dombrowsky

StellaGaitano (Foto:privat)

TacianaNiadbaj(Foto:privat)