Hinter Mauern ist man sicher. Oder auch nicht? Wir schließen die Grenzen und nehmen die inhumanen "Kollateralschäden" für Flüchtende in Kauf? Was macht das mit uns? Volker Heins vertritt die These, dass geschlossene Grenzen unweigerlich auch zur Verrohung der Gesellschaft innerhalb der Mauern führt.
Kann es in solchen Gesellschaften eine sichere Zuflucht und Sicherheit für alle geben? Etwa für die Stadt Regensburg, die sich als ein "Sicherer Hafen" versteht? Diesen Fragen geht Volker Heins in seinen zwei jüngsten Büchern nach. An dem Abend wollen wir durch den Autor Textstellen daraus hören und Gedanken mit ihm diskutieren.
Volker M. Heins, Frank Wolff: Hinter Mauern (Taschenbuch) - bei Buchhandlung Dombrowsky
Volker M. Heins: Sichere Häfen (Taschenbuch) - bei Buchhandlung Dombrowsky
Geschlossene Grenzen als Gefahr für die offene Gesellschaft
»Wir müssen diese Bilder aushalten«, sagte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer im November 2021 angesichts frierender Geflüchteter an der Grenze zwischen Polen und Belarus. Seine Worte machen deutlich, was oft in Vergessenheit gerät: Grenzen sind nicht nur Hindernisse für Menschen, die sie von außerhalb überwinden wollen. Sie verändern auch die Gesellschaften, die sich abzuschotten versuchen.
Volker M. Heins und Frank Wolff zeigen, welche Wirkung Mauern und die Abwehr von Migration »nach innen« entfalten: Das Drängen der EU auf »sichere Außengrenzen« untergräbt das europäische Versprechen auf Frieden und Rechtsstaatlichkeit. Letztendlich gefährden befestigte Grenzen gerade jene demokratischen Werte und Strukturen, die sie zu schützen vorgeben.




