Ein kleines Bergdorf im Friaul Anfang des 20. Jahrhunderts. Zino wächst als Waisenjunge auf. Sein Alltag ist von harter Arbeit bestimmt. Das Leben in der Natur, das Leben eines Bauern und Hütejungen ist so, wie es immer schon war und immer sein wird - in dieser abgeschiedenen und von Gott scheinbar vergessenen Gegend. Niemand würde so einen Ort je verlassen, meint Zino, der dieses Leben trotz aller körperlichen Anstrengungen und jeglichen Verzicht auf Luxus liebt. Es sei denn, es passiert etwas, das einem das Leben in einem Ort unmöglich macht. Und da kommt bei Zino einges zusammen. Er zitiert gerne das Schicksal oder eine göttliche Fügung; dennoch ist ihm die eigene Beteiligung an seinen Verfehlungen bewusst. Ein Strudel aus eigentlich vermeidbaren Verstrickungen zieht ihn allmählich hinab...
Mauro Corona schreibt hier offenbar über das Leben eines seiner Vorfahren. Corona ist eigentlich Bildhauer und Bergführer und lebt in eben diesem Erto, das der Schauplatz seines Romans ist. Corona hat sich das schriftstellerische Schreiben selbst beigebracht. Seine Sprache ist kraftvoll und archaisch - wie die Gegend, in der der Roman spielt.